Gemeindeleben
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Aktuell / Projekte

Thomas Hoppe zum Gedenken
Am 13. Januar 2012 ist Thomas Hoppe mit 39 Jahren gestorben - plötzlich und für uns alle völlig unerwarteet. Als er eigentlich zum Beginn eines Kurses für jugendliche Teamer in der gemeindlichen Arbeit mit Kindern in unserem Kirchenkreis nach Neukölln aufbrechen wollte, wurde er tot in seiner Wohnung aufgefunden. Seit 2009 war Thomas Hoppe Kreiskatechet im Kirchenkreis Neukölln und seit September 2010 auch im Nachbarkirchenkreis Zossen - Niederer Fläming. Er beriet die in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen Mitarbeitenden, organisierte Feste und Freizeiten, Musikaufführungen, Kinderreisen und vieles mehr, was weit über die einzelnen Gemeinden hinaus ausstrahlte. Seit April 2002 hat er in etlichen Nachbargemeinden und seit 2005 in unseren heute zur Lukas-Kirchengemeinde zusammen geschlossenen Ortsteilen viele Jahrgänge von Christenlehrekindern begleitet. Wenn biblische Geschichten mit ihm lebendig wurden, wenn er Feste und Familiengottesdienste gefeiert hat oder mit Kindern und Jugendlichen auf Reisen war, hat er mit seiner Begeisterung die Menschen angesteckt. Kinder und Jugendliche und mit ihnen viele Eltern, Großeltern und andere Erwachsene konnten spüren: Christsein ist etwas Schönes und jeder ist willkommen, der in der Gemeinde irgendwo mitmachen möchte. Thomas Hoppe ist in Senzig aufgewachsen und zur Schule gegangen. Und so, wie er selbst durch die Christenlehre bei Christel Rumpel und den Konfirmandenunterricht bei Pfarrer Windschild in die Gemeinde hineingewachsen ist, hat er dafür gesorgt, dass Jugendliche, die einmal seine Christenlehrekinder waren, später selbst als Teamer auf Kinderreisen und bei anderen Gelegenheiten Verantwortung übernehmen und ihre Gaben entfalten konnten. Ich habe Thomas Hoppe zum ersten Mal erlebt, als er am 21. September 2008 - trotz fiebriger Erkältung mit vollem Einsatz - die Aufführung des Kindermusicals "The Gospelexpress" geleitet hat, das auf der Kinderreise im Sommer und in weiteren Wochen zuvor mit Christenlehrekindern geprobt worden war. Mit Gospels (= Evangelium) die frohe Botschaft von Jesus Christus in die Ohren und Herzen der Menschen zu singen - auch dies gehörte zu den besonderen Gaben von Thomas. Und so war es auch für mich bald eine besondere Freude, bei ihm im Gospelchor Senzig mitzusingen. Mit Gospels, aber auch andere populäre Songs, oft mit eigenen, von Thomas extra für den Chor geschriebenen Arrangements, wurden Menschen gewonnen: unzählige als Zuhörer, mehr und mehr als Mitsingende und nicht wenige auch, indem sie ihre Fähigkeiten im Technikteam des Chores einbringen konnten. So wurde jeder Auftritt zu einem besonderen Erlebnis, ob in einer schlichten Dorfkirche oder in der berühmten Dresdner Frauenkirche, ob auf einem Weihnachtsmarkt, dem verkehrsreichen Hermannplatz in Neukölln oder beim Gospel Open Air im Senziger Gemeindegarten. Dass ein heller Schein durch das Herz von Thomas Hoppe hindurch geschienen hat, hat wohl jeder gespürt, der ihm begegnet ist. Und so ist vielen auch durch ihn das Angesicht Jesu Christi erkennbar geworden. Wir werden ihn mit seinen Gaben und seiner Fröhlichkeit vermissen. Aber ich könnte mir gut vorstellen, dass er bereits begonnen hat, mit den Engeln im Himmel zu singen.
Pfarrer Gottfried Hülsen

Es war mal wieder an der Zeit Danke zu sagen.
Danke für alle hilfreichen Hände, die unsere Lukas-Kirchengemeinde in vielfältiger Weise unterstützen. Fast 100 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer waren zu unserem Dankeschönabend geladen und mit über 70 Gästen haben wir am Freitag den 6. Januar 2012 von 19 bis 22 Uhr fröhlich miteinander gefeiert. Die hauptamtlichen Mitarbeiter haben an diesem Abend mit einem bunten Programm allen Gästen versucht zu danken, die ihren Beitrag zum gemeinsamen Leben in der Lukas-Kirchengemeinde beitragen. Besonders gut angekommen ist das musikalische Programm im Stil der 20er Jahre von Thomas Hoppe und Volkmar Welzel. Wir denken, es war ein gelungener Abend. Hier an dieser Stelle wollen wir uns bei allen bedanken, die unsere Arbeit unterstützen und das Leben in unserer Kirchengemeinde mitgestalten.

Geburtstagskaffee
Seit dem Jahr 2011 lädt der Besuchsdienst und Pfarrer Gottfried Hülsen regelmäßig die Geburtstagskinder aller Ortsteile ab dem 60. Lebensjahr vierteljährlich zu einem Geburtstagskaffee ein. Dieses Treffen erfreut sich zunehmender Beliebtheit. An einer schön gedeckten Kaffeetafel finden sich die Gäste um 15 Uhr ein. So war es auch am Montag, den 9. Januar im neuen Jahr 2012. Wir waren eine nette Runde, das jüngste Geburtstagskind war 65 Jahre, die älteste 84 Jahre. Nach einer kleinen besinnlichen Begrüßung folgt natürlich das gemeinsame Kaffee trinken. Danach werden die Geburtstagsgäste dieses Nachmittags noch einmal gewürdigt und vorgestellt mit Alter, Namen und Wohnort. Pfarrer Gottfried Hülsen las eine Geschichte, es wurde gesungen und es war genügend Zeit zum plaudern. Nach knapp 2 Stunden trennte sich die gemütliche Runde. Immer dabei ist der Besuchsdienst der Lukas-Kirchengemeinde, er bereitet den Nachmittag vor, bewirtet die Gäste und sorgt für die Ordnung hinterher. Auch wenn ein Fahrdienst oder eine Begleitung für den Heimweg nötig ist, organisiert der Besuchsdienst das Notwendige. Wir freuen uns schon auf den nächsten Geburtstagskaffee am Montag, den 2. April 2012 um 15 Uhr.

Schwerpunktsetzung in der Arbeit unserer Lukas-Kirchengemeinde:
Vor nunmehr vier Jahren haben sich die Gemeinden Niederlehme, Senzig und Zernsdorf zur Evangelischen Lukas-Kirchengemeinde Königs Wusterhausen zusammengeschlossen. Das war für den Gemeindekirchenrat Anlass, gemeinsam mit dem Gemeindebeirat zu fragen, wie weit die Gemeindeteile seither zu einer Gemeinde zusammengewachsen sind und ob die damaligen konzeptionellen Überlegungen den heutigen Erfordernissen an die Gemeindearbeit noch entsprechen. Nach einigen Vorarbeiten haben beide Gremien sich auf einer gemeinsamen Sitzung am 30. April 2010 darauf verständigt, dass in der nächsten Zeit auf zwei Schwerpunkte ein besonderes Augenmerk gerichtet werden soll: die Arbeit mit Kindern und Familien sowie die Profilierung der Gottesdienste an den verschiedenen Orten.

Glockenläuten in der Lukasgemeinde:
Kirchenglocken läuten als Einladung zum Gottesdienst und zum Gebet. Aus Anlass der Einweihung des Glockenturms in Senzig hat der Gemeindekirchenrat in seiner Sitzung am 28. September 2011 eine vorläufige, möglichst einheitliche Läuteordnung für die drei Gottesdienststätten der Lukasgemeinde beschlossen. So soll in Senzig die Glocke eine halbe Stunde vor Beginn des Gottesdienstes 3 min und unmittelbar vor Gottesdienstbeginn 5 min läuten und während des Vaterunsers. Ausserdem wird samstags um 18 Uhr für 5 min der Sonntag eingeläutet. In Zernsdorf wird 5 min vor Gottesdienstbeginn und (gemäß einem Vermächtnis des Glockenstifters) am Einsiedelgedenktag geläutet. In Niederlehme läutet die kleine Glocke 30 min vor Beginn des Gottesdienstes, kleine und mittlere Glocke läuten 15 min davor und kleine, mittlere und große Glocke unmittelbar vor Gottesdienstbeginn jeweils 3 min. Zum Vaterunser läutet wieder die kleine Glocke. Samstags wird um 18 Uhr mit einem 5 min - Läuten der kleinen Glocke der Sonntag eingeläutet. Wegen der Schwankungen des Glockenstuhls läutet vorübergehend in Niederlehme nur die kleine Glocke. Zu Beerdigungen wird in den jeweiligen Ortsteilen auf Nachfrage die (kleine) Glocke geläutet.

Bau eines Kirchturms in Senzig: 
Die Evangelischen Lukas-Kirchengemeinde sammelt Spenden für dieses Projekt.
"Mit unsrer Macht ist nichts getan..." heißt es in einem bekannten Lied von Martin Luther, und so lautet die Inschrift der Glocke im neuen Kirchturm in Senzig. Am 2. Oktober 2011 bei einem überaus gut besuchten Gottesdienst wurde die Glocke in Senzig eingeläutet. Durch strahlenden Sonnenschein begleitet, konnten wir gemeinsam mit vielen Gästen dieses Ereignis im Garten des Kirchgemeindehauses feiern. Ein schmackhaftes Kuchenbuffet, ein Gläschen Sekt sowie ein Kinderprogramm luden zum verweilen ein. An weiß gedeckten Tafeln und in der wärmenden Oktobersonne wurde an die vielen Aktionen erinnert, die in 
den letzten Jahren durch großes Engagement all unserer Unterstützer dem Traum zur Wirklichkeit verhalfen. So wird nun auch in Senzig, so wie in Niederlehme und Zernsdorf ein Glockenklang Menschen zum gemeinsamen Gebet, zum Loben und Danken einladen und uns daran erinnern "Mit unsrer Macht ist nichts getan..."

Förderverein Evangelische Kirche Niederlehme e.V.:
Am 04.07.2009 wurde der Förderverein der evangelischen Kirche Niederlehme e. V. durch Initiative von Bürgern sowie Mitgliedern unserer evangelischen Lukas-Kirchengemeinde gegründet. Wegen des schlechten Zustandes des Kirchengebäudes setzt sich der Verein für die Restaurierung der Niederlehmer Kirche ein. Eines der ersten Ziele soll die Orgelrestaurierung sowie die Dachsanierung sein. Die Orgel der Werkstatt von Dinse / Berlin gilt als kirchenmusikalisches Kleinod, da sie nach ihrer Erbauung im Jahr 1914 nur unwesentlich verändert wure. Sie zeichnet sich, dem damiligen Musikgeschmack entsprechend, als ein spätromantisches, gefühlsbetontes und warmgefärbtes Instrument ab. Leider ist die musikalische Qualität der Orgel durch Schäden sehr eingeschränkt. Auch der Holzwurm setzt dem Orgelwerk zu. Das Dach weist gravierendste Schäden am Kirchengebäude auf. Teilweise regnet es durch, Firstziegel fehlen bereits. Die Ziegel sind über die Jahre brüchig geworden und eine komplette Dachneueindeckung ist dringend notwendig. Auch eine spätere Wiederherstellung des im Jugendstil kunstvoll ausgemalten Kirchenraumes (ähnlich der Wildauer bzw. der Zeuthener Kirche) wäre schön. Jegliche Wand- und Deckenbemalung, die durch die bekannte Kunstwerkstatt von Rudolf und Otto Linnemann 1914 geschaffen wurden, sind in den 1970er Jahren überstrichen worden. Die alte Jugendstilbemalung befindet sich noch unter der heutigen schlicht gestrichenen Farbfassung der Wände. Die Kirchensanierung ist wegen der zahlreichen Schäden und Mängel ein sehr kostenaufwändiges Projekt.

... da wird auch dein Herz sein... (Matthäus 6, 21):
Am 29. Mai 2011 nach dem Gottesdienst in Senzig gegen 13.00 Uhr machte sich eine kleine Gruppe mit dem Fahrrad auf den Weg zum 33. Deutschen Evangelischen Kirchentag nach Dresden. Nach vier Etappen wollten wir unser Ziel erreichen. Auf dem Dahme-Radweg fuhren wir am Sonntag bis nach Golßen, da erwartete uns Pfarrer Martin Nikolitsch im geräumigen Pfarrhaus. Nach einem ausgiebigen Frühstück verabschiedete uns das Ehepaar Nikolitsch und wünschte uns eine gute Weiterfahrt. Vorbei an Feldern mit blauen Kornblumen und roten Mohn ging es weiter nach Dahme. Ein Picknick im Schatten gab neue Kräfte und so erreichten wir am späten Nachmittag das Pfarrhaus in Kirchhain. Mit einer großen Schüssel schmackhafter Erdbeeren und ordentlichen Butterbroten empfing uns Pfarrerin Elisabeth Koopmann im Pfarrgarten. So schliefen wir auch in dieser Nacht gut der nächsten Etappe entgegen. Die hatte es in sich... nach 87 km erreichten wir Meißen. Die dritte Etappe endete in einer Fahrradpension und es störte mich überhaupt nicht, dass meine Schlafstatt eher einer Hängematte glich als einem ordentlichen Bett. Am nächsten Tag erreichten wir Dresden. Wir bezogen unsere Quartiere und machten uns, jeder mit dem umfangreichen Programm im Rucksack auf in das Abenteuer Kirchentag. In diesen Tag war unser "Herz" ganz sicher in Dresden. Viele unvergessliche Eindrücke nehmen wir mit in unseren Alltag. Unsere neue Generalsuperintendentin Pfarrerin Ulrike Trautwein forderte in ihrer Predigt im Abschlussgottesdienst auf "Augen auf für das Reich Gottes". Dresden in diesen Tagen hat ein Stück des "Reiches Gottes" für uns sichtbar werden lassen.